Die Diskussion um den stetig steigenden CO2-Ausstoß macht deutlich, wie wichtig es ist, alternative Energielösungen voranzutreiben. Neben Photovoltaik und Windkraft könnten Brennstoffzellen konventionelle Energien bereits jetzt in zahlreichen Bereichen ersetzen...
Kompetenter Marktführer
"In der Tat gibt es viele Anwendungsfelder für die Brennstoffzellen- technologie. Allerdings fehlt vielen potenziellen Nutzern das Know-how, um abschätzen zu können, ob der Einsatz einer Brennstoffzellenlösung für ihre spezielle Anwendung sinnvoll wäre", erläutert Christian Leu, Technical Director Fuel Cell Systems & Solutions der Heliocentris Fuel Cell AG. Mit dem neuen Geschäftbereich Systems & Solutions will das Adlershofer Unternehmen neben seinem Kerngeschäft nun auch in industrielle Marktsegmente vordringen. Spezialisiert hat sich Heliocentris auf Lehr- und Ausbildungssysteme rund um die Brennstoffzellentechnologie. Mit mehr als 35.000 verkauften Brennstoffzellen ist Heliocentris Weltmarktführer in diesem Segment und eines der wenigen Unternehmen, das Erfahrungen in der Serienproduktion von Brennstoffzellensystemen hat.
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Kundenorientierter Technologietransfer
"Wir wollen unsere im Laufe von 12 Jahren aufgebaute Kompetenz in der Entwicklung von Brennstoffzellensystemen nutzen, um die Lücke zwischen Komponentenzulieferern und Anwendern zu schließen", macht Christian Leu deutlich. Entsprechend der vom Kunden gewünschten Applikation entwickelt Heliocentris eine maßgeschneiderte Lösung, bestellt die entsprechenden Komponenten zur Erzeugung, Speicherung, Elektronik und Steuerung und baut das System je nach Wunsch entweder in Adlershof oder direkt beim Kunden. Unterstützung bei der Inbetriebnahme, Schulungen sowie Service und Wartung runden das Angebot des neuen Geschäftsbereichs ab.
Renommierte Partner
"Im Vorfeld haben wir ein Netzwerk aus renommierten Partnern aufgebaut, das die Basis für unser künftiges Komponenten- und Projektgeschäft bildet", erklärt Christian Leu. Zum Netzwerk gehören Ballard Power Systems und Hydrogenics, die die Powermodule (Brennstoffzellen mit Elektronik und Steuerung) liefern, Angstrom Power, die sogenannte Stacks (Bennstoffzellenstapel) herstellen sowie Ovonic, die sich auf Wasserstoffspeicher spezialisiert haben. Verhandlungen mit potenziellen Partnern aus den Bereichen Wasserstoffgeneratoren und Leistungselektronik befinden sich kurz vor dem Abschluss, so dass in Kürze alle Partner an Bord sein dürften.
Vorteilhafte Kooperation
"Da wir im Segment Lehr- und Ausbildungssysteme bereits Marktführer sind, haben wir nach einer neuen Herausforderung gesucht und da ist das industrielle Systemgeschäft natürlich ein äußerst lukrativer Markt", skizziert Christian Leu die Intention zum Aufbau des neuen Geschäftsbereichs. Experten schätzen das theoretische Marktpotenzial für Brennstoffzellensysteme auf 250 Mrd. Euro pro Jahr. Die gemeinsame Bearbeitung des Marktes bringt für alle Partner deutliche Vorteile: Komponentenhersteller, die sich vorzugsweise auf große Industriekunden mit hohen Stückzahlen konzentrieren, können ohne zusätzliches Personal neue Kundensegmente erschließen und ihren Umsatz steigern. Heliocentris kann sich neben seinem Kerngeschäft ein weiteres Standbein aufbauen und somit die eigene Marktposition langfristig stärken. Durch die Konzentration auf kleine, beratungs-intensive Industriekunden will man neue Anwender für die Brennstoffzellentechnologie gewinnen, die bislang noch auf konventionelle Energien setzen.
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Eigene Systemplattform
"Neben dem Kerngeschäft und dem neuen Geschäftsfeld entwickeln wir zur Zeit eigene Systemplattformen, um unsere Position im Systemgeschäft in Zukunft weiter auszubauen zu können", verdeutlicht Christian Leu die Wachstumsstrategie der Heliocentris Fuel Cell AG. Die größte Herausforderung im Rahmen der 1-2 Jahre dauernden Entwicklung dürfte darin bestehen, die Kosten auf ein marktfähiges Level zu bringen. Obwohl die Kosten für Brennstoffzellensysteme seit dem Jahr 2000 durch günstigere Inputmaterialien, effizientere Produktion und einen wachsenden Markt rapide gesunken sind, liegt der Preis immer noch weit über konventionellen Energielösungen. Nichtsdestotrotz gibt es bereits Bereiche, in denen sich der Preis langsam annähert: So bestehen zwischen Akkus und alternativen Brennstoffzellenlösungen keine großen preislichen Unterschiede mehr.
Individuelle Lösungen
"Unser Angebot richtet sich an kleine Industrieunternehmen, die mit ihrer derzeitigen Energielösung nicht zufrieden sind oder deren Energielösungen für neue Anwendungen nicht optimal sind", beschreibt Christian Leu das anvisierte Kundensegment. Konzentrieren wird man sich dabei auf Anlagen bis 10 KW, die als kleine stationäre Energieeinheiten, Back-up Lösungen oder tragbare Strom-aggregate konventionelle Energielösungen ersetzen. Derartige Brennstoffzellensysteme können z.B. die Bordelektronik von Segelbooten mit Strom versorgen, elektrische Fahrzeuge wie Gabelstapler in Baumärkten, Gepäcktransporter auf Flughäfen oder Kehrmaschinen für Bürgersteige antreiben sowie als Back-up Lösung für Wind- und Photovoltaikanlagen dienen, die nicht ans Netz gekoppelt sind.
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Anwendungsorientierte Förderung
"Die größte Hürde, die einer weiteren Verbreitung der Brennstoffzellentechnologie in Wege steht, ist die fehlende anwendungsorientierte Förderung", verdeutlicht Christian Leu das Hauptproblem. Zwar gibt es genügend Programme, die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-technologie fördern, Demonstrationsanlagen oder Pilotprojekte müssen bislang jedoch von den jeweiligen Firmen selbst finanziert werden. Zudem müssten ähnlich wie bei der Photovoltaik und Windkraft seitens des Staates finanzielle Anreize (Subventionen, Zuschüsse) für Anwender der Brennstoffzellentechnologie geschaffen werden. Die Erfahrungen im Bereich der Solar- und Windenergie haben gezeigt, dass staatliche Zuschüsse und Einspeisevergütungen die Konkurrenzfähigkeit regenerativer Energien deutlich vorantreiben.
Hervorragende Marktchancen
"Da der Markt noch relativ jung ist, gibt es weltweit nur 5-10 Unternehmen, die kundenspezifische Brennstoffzellensysteme anbieten. Somit ist unsere Ausgangslage ausgesprochen gut", skizziert Christian Leu die Wettbewerbssituation. Angesichts der Tatsache, dass Heliocentris über ein starkes Partnernetzwerk verfügt, auf 35.000 bestehende Kunden verweisen kann, seit 12 Jahren tief in der Branche verwurzelt ist und bereits vor dem offiziellen Start des neuen Geschäftsbereichs Systems & Solutions 15 Anfragen erhalten hat, dürfte sich das Unternehmen auch im industriellen Bereich sehr schnell behaupten...
Kontakt: Heliocentris Fuel Cell AG
Christian Leu
Rudower Chaussee 29, 12489 Berlin
Tel: 6392-6182
www.heliocentris.com