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Kooperativer Kaffeeklatsch Zum Seitenanfang

Obwohl Berlin über eine hervorragende Forschungslandschaft und eine wachsende Zahl  innovativer Technologieunternehmen verfügt, bemängeln führende Wirtschaftsexperten den schleppenden Techno-logietransfer. Zwar besteht bei 2/3 der Berliner Unternehmen Innovationsbereitschaft, aber nur 1/3 arbeiten aktiv mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen zusammen...

Themenspezifischer Transfer
"Durch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft könnte Berlin seine Trümpfe wesentlich besser ausspielen und im internationalen Wettbewerb eine größere Rolle spielen als dies bislang der Fall ist", ist sich Ralf W. Schmidt, Projektleiter WTT der Technologiestiftung Berlin (TSB), sicher. Mit dem vor einem Jahr gestarteten Programm Wissens- und Technologietransfer (WTT) soll diese Innovationslücke geschlossen werden: Das auf den Bedarf der Firmen ausgerichtete Transferprogramm bringt Unternehmer und Wissenschaftler im Rahmen themenspezifischer Veranstaltungen zusammen. Hier haben KMUs die Möglichkeit, ihre Entwicklungsvorhaben und die dabei auftretenden Probleme zu schildern. Als Feedback erhalten sie von den anwesenden Wissenschaftlern eine Einschätzung, wie eine Lösung nach aktuellem Stand der Forschung aussehen könnte. Im Anschluss jeder Veranstaltung können erste Kontakte geknüpft und in bilateralen Gesprächen vertieft werden. Ist der passende Partner gefunden, hilft die TSB bei der Erstellung von ersten Projektskizzen bzw.  konkreten Projektplänen und der Erschließung von Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung.

       

Erfolgreiche Bilanz
"Innerhalb eines Jahres haben wir sieben Fachveranstaltungen mit rund 260 Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft durchgeführt, aus denen 12 konkrete vertragliche Transferprojekte und 14 Projektskizzen hervorgegangen sind", so das positive Fazit von Ralf W. Schmidt. An den WTT- Veranstaltungen zu den Themenfeldern Lasermaterialbearbeitung, innovative Produktionstechnik, Sicherheitstechnik gegen Produktpiraterie,  Nahfeldfunktechnologie, Fremdkörperdetektion in der Lebensmittel- produktion, Energieeffizienz sowie Röntgenanalytik erhielten die teilnehmenden Unternehmen Anregungen für ihre Entwicklungsvorhaben und konnten nützliche Kontakte zu Wissenschaftlern aus den für sie relevanten Fachdisziplinen knüpfen. Für dieses Jahr sind zehn weitere WTT-Veranstaltungen geplant. Auf der Agenda stehen u.a. innovative Fügetechnik, innovative Komponenten der Haus- und Gebäudetechnik, Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz in KMU sowie neuartige Verarbeitungsverfahren von Kunststoffen.





Virtuelles Transfercafé
"Um das erfolgreich gestartete WTT-Programm weiter zu beschleunigen, wollen wir den Technologietransfer zwischen KMUs und Instituten noch intensivieren", macht Ralf W. Schmidt deutlich. Seit Januar 2008 wurde deshalb ein Transfercafé eröffnet, in dem sich Berliner Unternehmer und Wissenschaftler ab sofort virtuell auf einen "Kaffeeklatsch" treffen können. In ansprechender Kaffeehaus-Atmosphäre haben Besucher die Möglichkeit, an vier Thementischen "Platz zu nehmen", um zu ausgewählten Schwerpunkten vertraulich Anfragen an Professoren zu richten oder öffentlich mit anderen Teilnehmern in einem Forum zu diskutieren. Zum Auftakt stehen 20 Professoren aus den Fachbereichen Maschinenbau, Umwelt/ Energie, Materialtechnik sowie Elektronik/E-Technik zur Beantwortung von Technologieanfragen bereit. Durch die kompetente Beantwortung technologischer Fragestellungen sollen  Unternehmen sowohl eine erste fachliche Unterstützung zur Umsetzung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte als auch Impulse für weiterführende Kooperationsprojekte erhalten. 

       

Originelle Kommunikationsplattform
"Das Transfercafé soll Berührungsängste und Kommunikationshürden zwischen Wirtschaft und Wissenschaft abbauen, indem man völlig zwanglos und ohne die sonst übliche Terminvereinbarung mit ausgewiesenen Experten in Kontakt treten kann", skizziert Ralf W. Schmidt seine Intention. Als "Oberkellner" fungiert Albert Einstein, der die Gäste als Comicfigur fachspezifisch platziert und mit dem richtigen Partner ins Gespräch bringt. Unternehmer, die ihr technologisches Problem im Transfercafé geschildert haben, erhalten schon innerhalb von drei Tagen Antwort. Das Transfercafé ist eine originelle Idee, die der Berliner Wissenschaft und Wirtschaft neuen Schwung verleihen dürfte. Denn während Unternehmen an manchem Problem vergeblich tüfteln, liegt die Lösung vielfach bereits in den Schubläden der Forschungseinrichtungen... 
Text: Ariane Steffen
 
Kontakt: TSB Innovationsagentur Berlin GmbH 
             Dipl.-Ing. Ralf W. Schmidt
             Fasanenstr. 85
             10623 Berlin
             Tel: 463 02 455
             
Schmidt@technologiestiftung-berlin.de
             www.technologiestiftung-berlin.de
             www.transfercafe.de

 


 


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