- Epiontis GmbH


10 Jahre im IGZ - Epiontis GmbH Zum Seitenanfang

Die Firma Epiontis GmbH ist ein Biotechnologie-Startup-Unternehmen aus Berlin-Adlershof.
Es verwendet die Analyse von DNA-Methylierungsmustern (DNA-Methylierung ist eine chemische Abänderung an den Grundbausteinen der Erbsubstanz einer Zelle)
zum Immun-Monitoring in der klinischen Entwicklung neuer Medikamente und bietet seine Technologie weltweit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen als Dienstleistung an.

Der Insider sprach mit Herrn Dr.-rer. nat. Ulrich Hoffmüller, einem der beiden Firmengründer, über die Anfänge und die Entwicklung seines Unternehmens.

Gründungsvorbereitung
Herr Dr. Sven Olek, der heutige Geschäftsführer, arbeitete Ende der 90-iger Jahre in einem pharmazeutischen Unternehmen in den USA. Bereits davor war er maßgeblich an der Entwicklung eines Patents beteiligt, das heute die wissenschaftliche Basis für die Firma Epiontis bildet. Mit Herrn Dr. Gardina wollte er die Idee einer eigenen Firma weiter voranbringen. Beide kannten sich aus einer früheren Forschungstätigkeit. Als sich Dr. Olek beim Entwerfen des Businessplans befand, suchte er bereits nach einem dritten Geschäftsführer, der den wirtschaftlichen Teil übernehmen sollte. Ergänzt wurde das Team dann durch Herrn Dr. Hoffmüller, der sich zu jenem Zeitpunkt in einem Abendstudium befand. Gemeinsame Bekannte brachten ihn mit Dr. Sven Olek zusammen.

Gründungsprozess
Im Frühjahr 2003 erfolgte die Unternehmensgründung.

Nach dem Einzug in das IGZ im August 2003 konnte mit dem Aufbau eines eigenen Labors begonnen werden. Herr Dr. Gardina kehrte nach der Gründung von Epiontis wieder in seine Heimat, die USA zurück. Für die finanziellen Aspekte wurde Herr Riemer eingestellt, der sich bis heute um den Finanzbereich des Unternehmens kümmert. So konnte sich Herr Dr. Hoffmüller voll auf die Vermarktung der Technologie konzentrieren.

Finanzierung
Privates Geld der Gründer war bereits in die Firma investiert worden und auch die Epigenomics AG gab als Minderheitsgesellschafter Geld dazu. Die Gründer nutzten verschiedene öffentliche Förderprogramme. Einzelne Projekte wurden durch Landes- und Bundesmittel z.B. FUTOUR 2000 und Innofonds sowie durch Mittel der Europäischen Union (EU) gefördert. Die Eigenanteile an ihrem Unternehmen finanzierten die Gründer mit eigenem Geld und durch Umsätze, die sie selbst erwirtschaftet hatten.

Standortwahl
Ursprünglich wollten die drei jungen Wissenschaftler in den Berliner Innenstadtbereich ziehen.
Dort fanden sie leider keine geeigneten Räumlichkeiten, um ihr Labor aufzubauen. Sie entschieden sich für eine weniger zentrale Lage im Ostteil der Stadt. Vom Standort Berlin-Adlershof erhofften sie sich mehr Flexibilität für die Entwicklung ihres Unternehmens. Während seiner Tätigkeit bei der Firma Jerini, die ihren Sitz bereits im Gründerzentrum IGZ hatte, lernte Herr Dr. Hoffmüller die Zentrumsleitung des IGZ kennen. Das erleichterte den Einzug.

„Die Kurzfristigkeit bei der Bereitstellung von Räumen im IGZ war sehr hilfreich für unser junges Unternehmen. Besonders die Optionierung beim Anmieten von Büroräumen stellt einen großen Vorteil dar. Die Dienstleistungen des IGZ waren für unser junges Team ebenfalls von Vorteil, denn somit musste in der Anfangsphase von Epiontis kein administratives Personal einstellt werden“, sagt Dr. Hoffmüller.

Standortvorteile
Seit der Gründung von Epiontis sind etliche Vorteile des Standortes hinzugekommen.
So wurde z. B. der Autobahnanschluss fertig gestellt. Dr. Hoffmüller wünscht sich, dass der Verkehr in Adlershof auch weiterhin handhabbar bleibt. Er lobt die gute Verkehrsanbindung und die sich entwickelnde Infrastruktur mit Geschäften, Restaurants und Wohnungen. „Firmen im Bereich Biotechnologie befinden sich an vielen kleinen Standorten in Berlin und Potsdam. Dadurch fallen bei Clustertreffen lange Wegezeiten an“, meint Dr. Hoffmüller. Er sieht daher in der Zentrierung dieser Firmen innerhalb Berlins ein noch größeres Wachstumspotential.

Wachstum
Heute, 10 Jahre nach der Firmengründung, blickt das Team der Epiontis GmbH auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Nun wollen sie sich verstärkt auf den amerikanischen und den asiatischen Markt konzentrieren. „Für die Zukunft gibt es für unsere Firma mehrere strategische Optionen“, sagt Herr Dr. Hoffmüller und meint: „Das sind für uns spannende Aussichten. Gründer sollten von Anfang an einen engen Kontakt zu ihren Kunden aufbauen und sehr flexibel auf deren Wünsche eingehen. Nur so können wir den wachsenden Marktansprüchen gerecht werden“.

 
 
 
Text: A. Sonneborn
Foto: Epiontis GmbH

 


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