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Die wichtigsten Neuregelungen beim Gründungszuschuss
Am 28. Dezember 2011 sind die neuen Regelungen beim Gründungszuschuss in Kraft getreten: Gründer haben es dadurch schwerer, an die Förderung zu kommen. Außerdem müssen sie sich auf weniger Geld einstellen. Die Änderungen beim Gründungszuschuss im Überblick:
1. Der Bearbeiter des Arbeitsamtes entscheidet über die Förderung
Der Gründungszuschuss wird von einer teilweisen Pflicht- in eine vollständige Ermessensleistung umgewandelt. Der Bearbeiter der Arbeitsagentur entscheidet, wer die Förderung erhält. Seine Kriterien: die Tragfähigkeit des Konzeptes und die persönliche Eignung für eine selbständige Tätigkeit. Sachverständige Experten der Verbände und die Industrie- und Handelskammern von Ort prüfen die Tragfähigkeit der Geschäftsidee. Das war allerdings auch bisher der Fall: Für den Gründungszuschuss benötigt derzeit jeder Gründer aus der Arbeitslosigkeit den "Stempel" einer sachkundigen Stelle, die damit die Tragfähigkeit des Konzeptes bescheinigt.
2. Förderung fällt insgesamt geringer aus
Gefördert wird beim Gründungszuschuss in zwei Förderphasen: In der ersten Phase wird die Grundförderung in Höhe des Arbeitslosengeldes I plus einer Sozialversicherungspauschale von 300 Euro künftig nur noch sechs Monate lang ausgezahlt. Bisher erhielten Gründer diese Grundförderung neun Monate lang. In der zweiten Phase erhalten Gründer die 300 Euro monatlich neun Monate lang. Bisher wurde die Sozialversicherungspauschale nur sechs Monate lang ausgezahlt, wenn die erste Phase ausgelaufen war. Damit liegt die mögliche Gesamtförderdauer weiterhin bei 15 Monaten.
3. Gründer müssen sich schneller für die Selbständigkeit entscheiden
Bisher mussten Gründer ihr Unternehmen spätestens dann gründen, wenn sie noch einen Restanspruch von 90 Tagen auf das Arbeitslosengeld I haben. Nun müssen sie sich schneller entscheiden, ob sie den Schritt in die Selbständigkeit wagen: Dieser Restanspruch wird auf 150 Tage ausgedehnt.
Tipps, die die Chancen auf Gründungszuschuss erhöhen:
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fordert von gründungswilligen Arbeitslosen "Gründungsüberzeugung und hohes Engagement gleich zu Beginn der Arbeitslosigkeit". Deshalb heißt der wichtigste Tipp für Gründer: Hinterlassen Sie einen überzeugenden Eindruck bei allen Ansprechpartnern, mit denen Sie für den Erhalt der Förderung zusammenarbeiten. Dabei zählt ein planvolles Auftreten ebenso wie das optische Erscheinungsbild - sowohl von sich als auch von den eingereichten Unterlagen. Vorab: Den Antrag auf den Gründungszuschuss müssen Sie bei der Arbeitsagentur stellen, bevor Sie Ihr Unternehmen gründen. Haben Sie Ihr Unternehmen bereits beim Finanzamt bzw. beim Gewerbeamt angemeldet, sind Ihre Chancen auf den Gründungszuschuss dahin. Verabschieden Sie sich von einer eventuellen Behördenscheu: Der Bearbeiter der Arbeitsagentur steht einer erfolgreichen Gründung nicht im Weg, sondern kann ein wichtiger Helfer sein. Bereiten Sie Ihr Gründungskonzept gut vor, indem Sie einen einwandfreien Businessplan ausarbeiten. Dazu finden Sie hilfreiche Tools, Checklisten und andere Hilfen im Internet, zum Beispiel auf www.existenzgruender.de, dem Gründerportal des Bundeswirtschaftsministeriums. Besuchen Sie einen Existenzgründerkurs, um sich mit den wichtigsten Themen des Unternehmertums vertraut zu machen, zum Beispiel Buchhaltung, Marketing und Vertragsgestaltung. Existenzgründerkurse werden regelmäßig von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) angeboten, häufig sogar kostenlos. Auch private Unternehmensberatungen, Universitäten oder staatliche Gründerzentren bieten Intensivkurse an. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle.

Wagniskapitalgeber schwören auf Berliner Gründer
Roberto Bonanzinga, Partner des internationalen Wagniskapitalgebers Balderton Capital, hat allein 2011 mehr als 20 Berliner Start-ups gezählt, die mindestens eine Million Euro an Finanzmitteln erhalten haben. Wie er in einem Beitrag für das Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe 1/2012) verdeutlicht, ist Berlin für Wagniskapitalgeber derzeit Europas Start-up-Hauptstadt: Balderton Capital ist bei weitem nicht er einzige europäische Investor, der auf Berlin setzt. Bonanzinga trifft in der Stadt regelmäßig Kollegen, die hier ebenfalls mehr und mehr Zeit verbringen. Sie sind beflügelt von den jüngsten Erfolgsgeschichten von Start-ups wie Wooga, Soundcloud und Amen. Die Leidenschaft der Berliner Gründer ist einzigartig, weil sie so "echt und ortsspezifisch" ist, erklärte der Wagniskapitalgeber in 'impulse'. In Berlin beobachtet er eine "unübertroffene Energie und Leidenschaft für technologische Neuerung, die ich so nirgendwo sonst erlebt habe". Hier wird selbst gedacht, statt nach Silicon Valley zu schielen. Außerdem spielt in keiner anderen europäischen Stadt das Unternehmertum in Bildungseinrichtungen eine so große Rolle wie in Berlin. Selbst in den Oberstufen und den Grundkursen im Studium steht das Thema Innovation auf dem Stundenplan.

Mit Risikokapital finanzierte Gründer sind innovativer und krisenresistenter
Junge technologieorientierte Unternehmen, die mit Risikokapital (Venture Capital) finanziert werden, sind produktiver, wachsen stärker, investieren mehr und sind innovativer als Unternehmen ohne Risikokapital. Das sind Ergebnisse des VICO-Projekts, das das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Europäischen Union durchgeführt hat. Für das Projekt wurden die Daten von 8.370 jungen, innovativen Unternehmen aus sieben europäischen Ländern untersucht, von denen 759 mit Risikokapital finanziert wurden. Demnach weisen junge technologieorientierte Unternehmen insgesamt höhere Innovationsraten auf, wenn sie von Risikokapital-Gebern finanziert wurden. Außerdem sind mit Risikokapital finanzierte Unternehmen krisenresistenter als andere. Das hat eine Betrachtung ihrer Entwicklung in der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 gezeigt. Das ZEW führt die erfolgreichere Entwicklung der mit Risikokapital finanzierten Unternehmen unter anderem darauf zurück, dass Venture-Capital-Geber sich bei ihren Investments vor allem auf die erfolgversprechendsten Kandidaten konzentrieren. Laut ZEW entscheidet neben der Erfahrung vor allem der Typ des Venture-Capital-Gebers darüber, ob und wie stark die Produktivität, das Wachstum, die Investitionstätigkeit und die Innovationskraft von der finanziellen Unterstützung profitieren. Konkret unterscheidet die Studie vier verschiedene Typen von Investoren von Venture-Capital (VC): öffentliche VC-Investoren, von Banken oder Versicherungen kontrollierte VC-Investoren, industrieabhängige (corporate) VC-Investoren und unabhängige VC-Investoren. Generell haben besonders die erfahrenen VC-Geber überdurchschnittlich positive Effekte auf Arbeitsplatz-Schaffung und Vermögensaufbau ausgeübt. Unabhängige VC-Investoren üben vor allem einen positiven Einfluss auf die Produktivität und das Umsatzwachstum der Unternehmen aus. Von der öffentlichen Hand kontrollierte VC-Investoren geben wiederum vor allem dem Wachstum von technologieorientierten Gründern einen Schub. Eine Beteiligung von zwei oder mehr privaten und öffentlichen VC-Gebern an einem Unternehmen führt zu besonders hohen Innovationsraten - vorausgesetzt, der private VC-Geber hat die Führungsrolle inne.

So binden deutsche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter
Deutschen Unternehmen ist die Mitarbeiterbindung wichtiger als die Mitarbeitersuche. Für die Studie "Talent Management im Mittelstand - mit innovativen Strategien gegen den Fachkräftemangel" der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young in Kooperation mit der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin wurden 700 Firmen zu personalpolitischen Themen befragt. Demnach messen 63 Prozent der befragten Unternehmen der Mitarbeiterbindung eine große bzw. sehr große Bedeutung zu. Dabei ist die Mitarbeiterbindung wichtiger als neue Mitarbeiter zu rekrutieren: Die Mitarbeitersuche ist mit 45 Prozent nur das fünftwichtigste Thema in mittelständischen Personalabteilungen. 27 Prozent der Umfrageteilnehmer planen Gehaltserhöhungen, um Mitarbeiter stärker an ihr Unternehmen zu binden. Wie man es schafft, potenzielle und aktuelle Mitarbeiter von seinem Unternehmen zu begeistern, zeigt das Beispiel der "Entrepreneure des Jahres": Die Finalisten des Wettbewerbs der besten Jungunternehmer steigerten ihre Attraktivität als Arbeitgeber laut Ernst & Young zum Beispiel durch die Vergabe von Diensthandys und Firmenwagen. 97 Prozent bzw. 94 Prozent der Unternehmensgründer setzen auf diese Maßnahmen, um sich attraktiv am Markt zu positionieren. Aber solche Anreize reichen oft nicht mehr aus, um Fachkräfte und Talente an sich zu binden: Neben Bonifikationen (86 Prozent) nutzen Unternehmen auch immaterielle Anreize wie flexible Arbeitszeiten (86 Prozent) und Teamziele (72 Prozent), um Mitarbeiter zu gewinnen oder an sich zu binden. Der Studie zufolge sehen 45 Prozent der befragten Unternehmen in flexiblen Arbeitszeiten eine wichtige Herausforderung der Mitarbeiterbindung und -gewinnung. 44 Prozent gaben es als große Herausforderung an, die Leistung der Mitarbeiter wertzuschätzen. 43 Prozent nannten die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität - dicht gefolgt vom Aufbau einer attraktiven Unternehmenskultur (42 Prozent) und Entwicklungsperspektiven für die Mitarbeiter (41 Prozent).

Optimaler Viren-Schutz ist gratis nicht zu haben
Ein Test der Fachzeitschrift Computerbild zeigt: Wer meint, dass er mit einer kostenlosen Antiviren-Software völlig sicher vor Schadprogrammen ist, liegt falsch. Die Prüfer von Computerbild (Heft 2/2012) haben die drei am weitesten verbreiteten Gratis-Antiviren-Programme mit fünf kostenpflichtigen Schutzpaketen verglichen und die Versprechen der Hersteller auf den Prüfstand gestellt. Demnach haben Bezahlprogramme und Gratis-Software eine Gemeinsamkeit: Die Hersteller vermitteln den Eindruck, dass man sich nach der Installation keine Sorgen mehr machen muss. Die Tester entlarvten jedoch einige Werbeversprechen als leere Worthülsen. Beispiel McAfee: Dem Hersteller zufolge sollen Nutzer der Software Internet Security 2012 "Sorglos im Netz surfen" können. Fakt sei: Bei mehr als 22 Prozent der in Internetseiten versteckten Bedrohungen kam es trotz der McAfee-Software zur Infektion des Computers. G Data wiederum behaupte, seine Internet Security 2012 arbeite "Einfach. Sicher. Ressourcenschonend". Dabei landete ausgerechnet dieser Testkandidat bei den Geschwindigkeitsmessungen auf dem letzten Platz. Der Aufbau von Internetseiten dauerte anderthalb mal so lang und auch der Computerstart verlangsamte sich erheblich. Insgesamt hat der Test gezeigt: Wer optimalen Schutz will, muss dafür bezahlen. Im Test wurden Hunderttausende Schädlinge auf die Kandidaten losgelassen. Dabei wehrten laut Computerbild nur die Bezahlprogramme von G Data, Kaspersky und Symantec alle Angriffe erfolgreich ab. Kaspersky Internet Security 2012 (Testergebnis: 2,16; Preis: 49,95 Euro) schnitt mit der besten Virenerkennung als einziger Kandidat mit dem Testergebnis "gut" ab. Das Programm blockte jeden Schädling, bevor sich dieser in den PC einschleusen konnte, vernichtete als einziges Paket alle aktiven Schadprogramme - und sicherte sich so den Testsieg. Das günstigste Kaufprogramm von McAfee schaffte in der Endnote ein "befriedigend" (Testergebnis 3,21; 4. Platz; Preis: 30,95 Euro). Die drei Gratis-Programme von AVG, Avast und Avira seien insgesamt nicht über den 5. Platz hinausgekommen. Außerdem beinhalteten nicht alle kostenlosen Programme eine verhaltensbasierte Erkennung. Diese Methode entlarvt Schadprogramme anhand typischer, verdächtiger Verhaltensmuster - was laut Computerbild immer wichtiger wird.

Smartphones von Motorola und Apple schneiden am besten ab
Im aktuellen Smartphone-Test der Stiftung Warentest teilt sich das Motorola Atrix den Sieg mit Apples iPhone 4S. Das Atrix ist allerdings deutlich günstiger. Wie Stiftung Warentest berichtet, kostet das Atrix nur etwas mehr als die Hälfte des iPhones S, habe eine längere Akkulaufzeit und eine bessere GPS-Funktion. Aufgrund der deutlich schlechteren Kamera reichte es im Test allerdings nicht zum alleinigen Sieg. Im Vergleich zum iPhone 4 schneidet die neuere 4S-Version von Apple nicht besser ab: In einem weiteren Vergleich von 78 Handymodellen landete das iPhone 4S zusammen mit dem iPhone 4 und drei weiteren Smartphones hinter dem Samsung Galaxy S II auf dem zweiten Rang. Wer mit seinem Handy vor allem telefonieren und SMS schreiben möchte und keinen Wert auf Internet und Apps legt, ist mit einem Multimedia-Handy besser bedient. Diese Gattung punkte mit längeren Akkulaufzeiten. Ganz vorne platzierte sich hier das Nokia C5-00 5MP. Neben Handys hat die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test auch passende Handytarife verglichen. Demnach empfiehlt sich für Vieltelefonierer und -surfer der Tarif Fonic Smart: Für monatlich 30 Euro bietet er insgesamt 500 Freiminuten und Frei-SMS sowie 500 MB Surfvolumen. Wenigtelefonierer sind bei n-tv am besten aufgehoben: Mit sechs Cent pro Minute knacke der Tarif n-tv Go! die sonst gängige Preisgrenze von acht Cent. Zwar sei eine SMS mit zehn Cent etwas teurer, unterm Strich hat n-tv in diesem Segment aber die Nase vorn.

Nachhaltige Visionäre gesucht
Ab sofort können sich Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen in den Kategorien Energie, Mobilität, Kommunikation, Lebensstil und Nachwuchs mit ihren nachhaltigen und visionären Projekten für den Clean Tech Media Award 2012 bewerben. Präsentieren Sie Ihre innovativsten Ideen und Ihr Engagement für eine grünere Zukunft im Rahmen eines einzigartigen Medienevents.
www.cleantech-award.de

Innovative IT-Trends gesucht
Die Bewerbungsphase beim Innovationspreis-IT 2012 hat begonnen: IT- und Technologiefirmen können sich kostenlos um Förderpakete und Marketing-Maßnahmen im Wert von mehreren Tausend Euro bewerben. Prämiert werden innovative Produkte, Lösungen und Dienstleistungen der Bewerber. Die Sieger in den 40 Kategorien des Innovationspreises IT werden werbewirksam auf der Computermesse CeBIT in Hannover ausgezeichnet. Die Preise werden unter anderem in folgenden Kategorien vergeben: CRM, Apps, Web 2.0 & Social, E-Commerce, Green-IT oder Industrie & Logistik. Die Jury besteht aus mehr als 100 Fachjournalisten, Professoren, Wissenschaftlern und Branchenvertretern. Sie bewertet die Einreichungen nach Benutzerfreundlichkeit, Praxisrelevanz, Marktreife und Mittelstandseignung. Sieger und Nominierte erhalten Förderpakete und Unterstützung bei der Vermarktung ihrer innovativen Produkte im Wert von mehreren Tausend Euro. Mehr Informationen finden Interessierte unter www.innovationspreis-it.de

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